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So prüfst du dein E-Mail-Backup, bevor du es brauchst

Von MailVault · 4 Min. Lesezeit

Prüfe ein E-Mail-Backup, indem du die gespeicherte Kopie öffnest, Nachrichten aus verschiedenen Ordnern und Zeiträumen liest und ihre Anhänge ausprobierst. Versuche dann, eine Stichprobe vom separaten Backup-Speicherort wiederherzustellen. Ein abgeschlossener Download ist ein Anfang; entscheidend ist, dass du das Gespeicherte nutzen kannst.

Stell dir vor, du brauchst morgen einen alten Anhang. Du weißt, dass du deine E-Mails exportiert hast, erinnerst dich aber nicht, auf welchem Laufwerk sie liegen oder welche App die Datei öffnet. Die Nachrichten können intakt sein. Trotzdem musst du noch ein Wiederherstellungsproblem lösen.

Du kannst diese Fragen jetzt klären, solange das ursprüngliche Postfach zum Vergleich verfügbar ist. Lass die Originalnachrichten während all dieser Prüfungen an ihrem Platz.

1. Notiere, was das Backup enthalten soll

Halte Konto, Ordner, Zeitraum und den Zeitpunkt der Erstellung der Kopie fest. Nimm den Ordner „Gesendet“ und alle eigenen Ordner auf, die du aufbewahren wolltest. Wenn du nur einen neueren Zeitraum oder wenige Ordner ausgewählt hast, kennzeichne das Backup entsprechend, damit du es später nicht für eine vollständige Kontokopie hältst.

Vergleiche den vorgesehenen Umfang mit dem Export- oder Backup-Bericht. Gehe übersprungenen Nachrichten, Fehlern und fehlenden Zeiträumen nach. Die Nachrichtenanzahl kann davon abhängen, wie ein Werkzeug Ordner, Labels oder Duplikate behandelt. Eine übereinstimmende Zahl allein beweist daher nicht, dass alles Nötige vorhanden ist.

2. Öffne die gespeicherten Nachrichten

Öffne das Archiv oder die exportierten Dateien mit der Software, die du für die Wiederherstellung verwenden möchtest. Finde eine alte Nachricht, eine neuere Nachricht und eine von dir gesendete Antwort. Wähle Beispiele aus mehreren Ordnern. Lies den Nachrichtentext und vergleiche Absender, Betreff und Datum mit den Originalen.

Wenn du eine Postfachdatei exportiert hast, versuche, eine Kopie in ein separates lokales Testprofil zu importieren oder sie in einem geeigneten Leseprogramm zu öffnen. Lass den ursprünglichen Export unverändert. Teste die Wiederherstellung nicht, indem du alles in dein aktives Konto importierst: Das könnte Duplikate erzeugen oder dein Postfach verändern.

3. Probiere die Anhänge aus

Öffne ein Dokument und ein Bild aus den gespeicherten Nachrichten. Prüfe auch eine Nachricht mit mehreren Anhängen. Den Namen eines Anhangs zu sehen, reicht nicht aus; die Datei selbst muss vorhanden und nutzbar sein.

Unterscheide Anhänge von Links. Eine gespeicherte Nachricht mit einem Link zu einem geteilten Laufwerk enthält nicht unbedingt das verlinkte Dokument. Notiere alle wichtigen Dateien, die du noch separat speichern musst.

4. Prüfe, was offline funktioniert

Trenne die Netzwerkverbindung und öffne gespeicherte Nachrichten, die du nicht gerade angesehen hast. Versuche, den Nachrichtentext zu lesen und einen Anhang zu öffnen. So kannst du erkennen, ob die App auf das Abrufen vom Server angewiesen ist oder den Nachrichteninhalt tatsächlich aufbewahrt hat.

Ein Offline-Test belegt den Zugriff auf die getesteten Nachrichten. Er beweist weder, dass jede Nachricht gespeichert wurde, noch, dass ein synchronisierter Cache eine spätere Löschung auf dem Server übersteht. Vergewissere dich, dass die Kopie ein ausdrücklicher Export oder ein Archiv mit unabhängiger Aufbewahrung ist. Wenn du dieses Verhalten testen musst, verwende entbehrliche E-Mails in einem Testkonto.

5. Lies eine Kopie vom Backup-Speicherort

Kopiere eine kleine Stichprobe von deinem Backup-Laufwerk oder einem anderen Backup-Ziel in einen separaten temporären Ordner. Öffne diese kopierten Dateien. Wenn das Backup verschlüsselt ist, vergewissere dich, dass du es mit deinem üblichen Wiederherstellungsverfahren entsperren kannst.

Das prüft eine andere Frage als das Lesen des Arbeitsarchivs auf deinem Computer: Kannst du nutzbare E-Mails von dem Ort zurückholen, auf den du angewiesen wärst, wenn dieser Computer nicht verfügbar wäre? Lass das Arbeitsarchiv und das Backup beim Ausprobieren unverändert.

6. Hinterlasse dir selbst eine Notiz für später

Notiere, wo das Backup liegt, was es abdeckt, welche App du zum Öffnen brauchst, wann du es geprüft hast und welche Lücken noch bestehen. Bewahre Zugangsdaten für die Wiederherstellung in deinem Passwortmanager auf, nicht in dieser Notiz. Wiederhole die Prüfung, nachdem du dein Backup-Verfahren geändert hast und wenn du wichtige neue Inhalte hinzufügst.

Stichproben decken Probleme auf; sie können nicht jede Datei bestätigen. Ergänze diese Prüfungen durch Abschlussberichte und Integritätsprüfungen des Werkzeugs, sofern verfügbar. Wenn du Lücken entdeckst, vervollständige die Kopie, bevor du dich beim Aufräumen oder Schließen eines Kontos auf sie verlässt.

Ein MailVault-Archiv prüfen

In MailVault werden ausdrücklich archivierte Nachrichten als standardisierte .eml-Dateien gespeichert. Dass eine Nachricht in der Liste erscheint, beweist für sich genommen nicht, dass ihr vollständiger Inhalt archiviert wurde: Download-Modi können unterschiedlich viele E-Mail-Inhalte aufbewahren. Prüfe ihren Speicherstatus und teste den gespeicherten Inhalt.

Manuelles Archivieren und manuelle Backups sind kostenlos. Premium ergänzt geplante Backups und die Überprüfung des Backup-Zustands. In beiden Fällen bestätigt das eigenständige Öffnen einer Stichprobe, dass du weißt, wie du deine gespeicherten E-Mails findest und nutzt. Siehe die Backup-Optionen von MailVault.

Im Video: ein manuelles Backup ausführen und seinen Status prüfen

MailVault unter macOS, aufgenommen auf einem Mac mini mit fiktiven Demo-E-Mails. Zum Ansehen auf Wiedergabe klicken.

Die Aufnahme zeigt „Jetzt alle Konten sichern“, den Fortschritt und einen aktualisierten Backup-Status. Sie führt den Backup-Vorgang vor; die oben beschriebenen Prüfungen von Wiederherstellung und Anhängen sind separate Schritte.

Wenn du als Nächstes E-Mails vom Server entfernen möchtest, folge dem Leitfaden zum Aufbewahren von E-Mails nach dem Löschen auf dem Server. Wenn du noch entscheidest, was du behalten möchtest, beginne mit einer kleinen Sammlung persönlicher E-Mails.

Baue ein Archiv auf, das du öffnen kannst.

Bewahre durchsuchbare E-Mail-Dateien mit MailVault auf deinem Computer auf. Verfügbar für macOS, Windows und Linux.